Der Clooney Schorsch – einer der wohl bekanntesten Schauspieler auf der Welt, aber so richtig viele Filme mit ihm fallen mir spontan gar nicht ein… Gut, da wären die "Ocean's"-Reihe, "Oh Brother where art thou" und "Syriana". Früher Serienstar in "E.R.". Aber sonst? Ich frage mal das Internet.
(Etwa fünf M
inuten später): Na schön, ich habe einige Filme vergessen. "Michael Clayton", "From Dusk till Dawn", "Batman & Robin", "Projekt Peacemaker" und einige mehr. Naja, die Frage, welche Filme er bisher gemacht hat, stellte ich mir, nachdem ich "Up in the Air" gesehen habe. Guter Film, mit einem groß aufspielenden George Clooney. Und wegen seiner Präsenz in diesem Film habe ich mich gewundert, warum ich ihm nur relativ wenige Filme zuordnen kann. Aber warum das so ist, werde ich wohl nicht ergründen. Vielleicht liegt es an meinem Gehirn, das ja auch nicht jünger wird?! (Verdammt!)
Naja, jetzt wirklich zu "Up in the Air", dem neuen Film von Regisseur Jason Reitman. Von ihm weiß ich eigentlich gar nicht viel, nur dass er noch recht jung ist, er ziemlich häufig gelobt wird und er der Sohn von Ivan Reitman ist. Manchmal schaue ich mir Filme wegen des Regisseurs an, aber meist gehe ich eher nach dem Inhalt. Und der hat mir zugesagt: George Clooney spielt Ryan Bingham, der von Unternehmen beauftragt wird, um Mitarbeiter zu feuern. Er reist also quer durch Amerika, setzt sich vor die zu entlassenden Leute und schafft es sogar oft, ihnen ein gutes Gefühl mitzugeben, obwohl sie gefeuert werden – "Die Chance für einen Neuanfang" etc.
Bingham geht in seinem Beruf auf, doch noch mehr schätzt er, dass er andauernd unterwegs ist. Er ist Vielflieger und genießt es wahrlich. Sein Leben ist auf Übernachtungen in Hotels, schnelles Einchecken am Flughafen usw. ausgerichtet. Und ein Ziel hat Bingham auch vor Augen: Über 10.000.000 Flugmeilen sammeln! Ein richtiges Zuhause hat er hingegen nicht, nur eine kleine, unpersönliche Wohnung, aber was stört es einen Ryan Bingham... Doch dann kommt Natalie (Anna Kendrick)um die Ecke, die gerade ihr Studium beendet und eine Idee vorgestellt hat: Wieso nicht die Arbeitnehmer via Webcam feuern?! Bingham sieht seinen Lebensstil, sein Ziel gefährdet und spricht sich dagegen aus. Von nun an nimmt er Natalie mit, um ihr zu zeigen, dass Entlassungen etwas Persönliches sind und er vor Ort sein muss. Doch nicht nur sein Beruf und die Fliegerei interessieren Bingham: Da ist auch noch Alex (Vera Farmiga), wie Bingham oft "Up in the Air", mit ähnlichen Interessen und einem verführerischen Äußeren und Charakter.Binghams Leben wird also wie ein Flugzeug in Turbulenzen durcheinandergewirbelt, was für mich als Zuschauer amüsant, ein wenig spannend und auch dramatisch ist. Gute Mischung, sehr unterhaltsam und mit Schauspielern gespickt, die glänzend aufspielen.
Ich habe mal Pause gemacht von meinen Serien und einen Film gesehen. War gar nicht beabsichtigt, aber es stand ein langjähriger Freund vor der Tür, dem es gerade nicht so gut geht und der ein wenig Ablenkung brauchte. Einen passenden Film hatte er aus der Videothek ausgeliehen: "Trauzeuge gesucht". Mir sagte der Film nichts, denn mit aktuellen Filmen kenne ich mich nur noch bedingt aus und Videotheken sehe ich mittlerweile nur noch selten von innen. Ich kaufe mir die Filme und Serien lieber. Aber ich schweife ab. Denn ich möchte an dieser Stelle ein wenig über besagten Film "Trauzeuge gesucht" plaudern, da er mich positiv überrascht hat.
Nur nach dem Namen zu urteilen hatte ich befürchtet, da kommt eine Komödie auf mich zu, wie ich sie unter anderen Namen schon hundertmal gesehen habe. Ich erwartete eine Komödie a la: Mann trifft Frau, Mann verliebt sich, Frau erst nicht, dann doch und irgendwie haben dann der Trauzeuge und die Frau ein Techtelmechtel, sodass ein neuer her muss. Oder so ähnlich.
Aber nichts dergleichen: Es geht um Peter, der frisch verlobt auf Wolke sieben schwebt. Aber seine Freude kann er niemanden so richtig mitteilen, denn er hat keinen richtigen Kumpel. Er hat einige lose Bekanntschaften, vor allem zu Frauen und Kollegen. Auch zu seinen Eltern und seinem Bruder hat er ein gutes Verhältnis. Aber so ein richtiger Freund, mit dem man Pferde stehlen kann? Fehlanzeige. Was anfangs kein großes Problem darstellt, bläst sich langsam auf. Denn die Freundinnen von Peters Verlobten finden es merkwürdig, dass er keinen Kumpel hat. So wächst langsam der Druck auf Peter, denn auch seine Familie stimmt in den allgemeinen Tenor mit ein. Zudem braucht Peter einen Trauzeugen... So begibt er sich also auf die Suche und nimmt dabei Tipps seines schwulen Bruders an. Bloß nicht zum Dinner treffen, lautet die Devise. Da Peter nicht auf seinen Bruder hört, erfährt er auch schnell, was es mit dem Ratschlag auf sich hat. So ein Dinner kann schnell falsch verstanden werden, sodass Peters Gegenüber zum Zungenkuss ansetzt.
Als Peter, der als Makler arbeitet, ein Haus verkaufen will, trifft er auf Sydney. Der ist so gar nicht am Gebäude interessiert, sondern auf die Häppchen fixiert. Nichtsdestotrotz kommen die beiden ins Gespräch. Man trifft sich, verbringt eine schöne Zeit und freundet sich an. Die gute Nachricht: Peter hat endlich einen Freund gefunden! Die Schlechte: Je mehr Zeit er mit Sydney verbringt, desto weniger hat er für seine Verlobte übrig. Irgendwann heißt es: Sydney oder sie.
Mehr will ich nicht verraten. Nur soviel: Ich habe mich sehr gut amüsiert, denn Regisseur und Komödienspezialist John Hamburg hat eine etwas andere "romantische" Komödie geschaffen. Die Schauspieler Paul Rudd (Peter) sowie Jason Segel (Sydney) haben mir auch gut gefallen und fast in jeder Szene konnte ich mindestens schmunzeln. "Trauzeuge gesucht" ist also eine sehr gute Wahl von meinem Freund gewesen, die ihn auf andere Gedanken gebracht und mich amüsiert hat. Zudem habe ich mich erinnert, wie es damals war, als ich geheiratete. Ein rundum gelungener DVD-Abend mit einem guten Freund.
Filme brauchen für mich immer eine gewisse Spannung. Es gibt Dramen, in denen passiert kaum etwas, da kommt einfach keine Spannung auf. Das sind dann Filme, die nicht für mich gemacht sind. Aber auch hier gibt es Ausnahmen - "An ihrer Seite" ist so eine. Grant (Gordon Pinsent) und Fiona Andersson (Julie Christie) sind rund 45 Jahre verheiratet, haben Höhen und Tiefen erlebt. Als Fiona wegen Erinnerungsverlusten und anderer Störungen ihre Ärztin aufsucht, stellt diese eine niederschmetternde Diagnose: Alzheimer. Nach einigen wenig erfolgreichen Versuchen des Ehepaars, die Krankheit in den Griff zu bekommen, weist sich Fiona selbst in ein Pflegeheim ein. Zu den Regeln des Pflegeheimes gehört, so muss Grant schweren Herzens erfahren, dass die Neuen im ersten Monat keinen Besuch empfangen dürfen. Das soll ihre Eingewöhnung vorantreiben. Als Grant endlich zu ihr darf erkennt Fiona ihn nicht mehr wieder und hat sich obendrein in einen anderen Patienten verliebt... Bitterer, trauriger, aber ebenso guter Film von Sarah Polley, die "An ihrer Seite" mit einem Budget von etwa 2,2 Millionen Euro realisiert hat.