Wie schon die erste Staffel, habe ich mir jetzt auch die zweite Staffel von "Dexter" auf DVD gegönnt. Sonntagabend, als die Staffel im Fernsehen gezeigt wurde, habe ich einfach anderes vor. Sportclub sehen und dann zeitig schlafen. Schwierig, immer bis nach Mitternacht wach zu bleiben, wenn man arbeiten muss...
Egal, ich bin ja sowieso ein Freund von DVDs. Ich habe mir jetzt einige (bisher nicht alle) Folgen der zweiten "Dexter"-Staffel angesehen und bin ziemlich begeistert. Jagte Dexter in der ersten Staffel noch den "Kühllaster-Killer", ist er nun der Gejagte. Denn Taucher sind auf seine Leichensäcke gestoßen. Anfangs ist das Ausmaß gar nicht abzusehen, aber schnell wird klar, dass sich viele Leichen im Meer befinden. Das FBI taucht auf und übernimmt die Ermittlungen im Fall "Bay Harbor Metzger". Langsam kristallisiert sich heraus, dass der Killer – also Dexter – ein Insider bei der Polizei sein muss, wodurch das ganze Department, für das Dexter als Forensiker arbeitet, unter Verdacht fällt. Naja, fast das ganze Department, denn Debra Morgan, Dexters Schwester, wird nicht verdächtigt, da sie noch nicht allzu lange dazu gehört. Sie wird zur Vertrauten von FBI-Agent Lundy, wodurch Dexter einiges erfährt. Doch Lundy ist nicht das einzige Problem des Gerichtsmediziners. Doakes, ein kantiger Polizist, ahnt, dass Dexter "Leichen im Keller hat" und beschattet ihn. Dexters Radius ist also nochmals eingeschränkt.
Und mit Rita, Dexters Freundin, läuft es auch nicht gut. Sie hat herausgefunden, dass Dexter ihren Exmann in den Knast gebracht, indem er ihm Drogen gespritzt hat. Rita vermutet nun, es seien Dexters eigene Drogen gewesen und glaubt, er sei drogensüchtig. Mit der Sucht liegt sie nicht so falsch, denn Dexter ist schließlich süchtig – allerdings nach Morden. Er geht zu einer Selbsthilfgruppe, wo er auf Lila trifft. Sie hat eine mysteriöse Aura und scheint zu erkennen, dass Dexter von "Dämonen" besessen ist. Doch sie akzeptiert es, was Dexter verwirrt, aber gleichzeitig auch hilft. Doch Lila ist selbst nicht ganz normal...
Soweit dazu. Bin gespannt, wie die Staffel ausgehen wird. Dexter wird gleich von mehreren Seiten bedroht, doch wie kommt er aus der Klemme? Eine richtige Lösung ist mir bisher nicht eingefallen. Kommendes Wochenende weiß ich bestimmt mehr, dann habe ich wieder Zeit für Dexter, den unheimlich (im doppelten Sinne) sympathischen Soziopathen und Serienkiller.
Manche Fernsehsender haben einfach keine Geduld, wenn es um Serien geht. Da wird mehr auf die Quote geachtet als auf die Qualität. Aus der Sicht des Senders logisch, weil sie bei schlechten Quoten nur schwerlich ihre Werbeplätze verkaufen können. Aber für Zuschauer, die eine bestimmte Serie mögen, ist dies natürlich ärgerlich. Die Serie "Jericho - der Anschlag" ist so eine Serie, die "unter die Räder" gekommen ist, obwohl sie alles bietet, was eine Serie so braucht. Und ich bin einer von der verärgerten Zuschauern.
In der Serie kommt es zu einem nuklearen Anschlag in den USA. Die Anwohner der Kleinstadt Jericho wissen zu Anfang nicht genau, was passiert ist und ob sie die einzigen Überlebenden sind oder nicht. Sie kämpfen gegen die Ungewissheit, aber auch für- und gegeneinander. Hinzu kommen Auseinandersetzungen mit den Anwohnern einer anderen Stadt, denn nicht überall gibt es genug Vorräte für die Überlebenden. Hinzu kommt noch eine neue Regierung, bei der auch nicht klar ist, wie diese funktioniert und was ihre Ziele sind.
Auch in den USA war die Quote der von "Jericho - Der Anschlag" nicht sonderlich gut, sodass die Serie schon nach einer Staffel abgesetzt werden sollte. Doch die Fans liefen Sturm und konnten die Produktionsstudios dazu bringen, eine zweite, kürzere Season zu drehen. Diese ist jetzt auch in Deutschland auf DVD erschienen, was mich sehr freut, da die Folgen nicht mal im Nachtprogramm ausgestrahlt wurden. Die wenigen Längen, die die erste Staffel hatte, wurden aus der zweiten verbannt. Hier ist Spannung und Action angesagt, aber auch das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz.
Das Ende ist wegen der komplexen Geschichte, die sich entfaltet, natürlich nicht total abgeschlossen, aber die Serie findet ein würdiges Ende. Schließlich wussten die Macher schon, dass es wahrscheinlich keine Fortsetzung geben würde. So sind auf der zweiten DVD der Box auch zwei Versionen der letzten Folge zu finden: Eine als Abschluss der Serie, eine mit Cliffhanger zur erhofften dritten Staffel.
Somit kann man nur sagen: Vielen Dank an die Macher, und vielen Dank an die Fans, die eine zweite Staffel möglich gemacht haben. Gut, dass diese Serie nicht einfach zu Ende ging, ohne einen würdigen Abschluss zu haben (der natürlich viel zu früh kam). Aktuell sind noch Fortsetzungen als Film und/oder Comic im Gespräch. Ob das klappt?
Es ist schon über 40 Jahre her, dass die U.S.S. Enterprise zum ersten Mal über die Fernsehschirme flog und Captain Kirk, Mr. Spock und Co. Abenteuer im Weltraum zu bestehen hatten. Doch der Mythos lebt noch immer – gerade aktuell kommt der elfte "Star Trek"-Film in die Kinos. Es handelt sich um ein so genanntes Re-Boot, da nach dem zehnten Streifen das Aus der Reihe drohte und sie jetzt sozusagen neu gestartet wird. Der neue Film wird von den Kritikern in höchsten Tönen gelobt und ein zwölfter Teil soll auch schon in Planung sein, sodass ein Ende von "Star Trek" zum Glück nicht absehbar ist.
"Star Trek XI – Die Zukunft hat begonnen" setzt vor der Ursprungsserie an, mit der der Siegeszug begann. Die Serie zeichnet sich durch ihre Andersartigkeit im Vergleich zu weiteren Science-Fiction-Reihen aus. Da wäre zum Beispiel die Besatzung, die aus Amerikanern (Cpt. Kirk, Doc McCoy), einem Asiaten (Hikaru Sulu) einer Afrikanerin (bzw. Afroamerikanerin, Uhura), einem Schotten (Scottie) sowie einem Russen (Pavel Chekow) besteht. Zu Zeiten des Kalten Kriegs und der Rassenproblematik in den USA war dies sehr ungewöhnlich. Natürlich gehörte auch Mr. Spock der Enterprise-Crew an, wodurch sich "Raumschiff Enterprise" auch von anderen Serien abhob, denn schließlich ist er ein Halb-Vulkanier, also ein Außerirdischer. In anderen Serien wurde meist gegen Außerirdische gekämpft, doch hier gab es viele Verbündete aus verschiedensten Lagern.
Ganz ohne Gegner kam "Raumschiff Enterprise" natürlich auch nicht aus: Romulaner waren genau so mit der Föderation verfeindet wie Klingonen. Begegnungen mit ihnen hatten meist den Einsatz von Phasern und Photonen-Torpedos zur Folge. A propos Technik: Natürlich war auch das Beamen eine Spezialität der Serie.
Nun gibt es die ersten Folgen der über 40 Jahre alten Serie als remasterte Version auf Blu-ray und DVD. Als Freund der Serie musste ich da zugreifen und habe es nicht bereut. Das restaurierte Bild ist echt ne Wucht und die neuen Effekte (hinzugefügter Sternenregen, neue Raumschiffe, die durchs Bild fliegen etc.)
geben "Raumschiff Enterprise" eine neue visuelle Qualität. Die Episoden sind in der Reihenfolge vorzufinden, die sie auch bei der Ausstrahlung hatten. Damit unterscheiden sie sich etwas von der Ursprungsreihenfolge, was aber nur an Details festzumachen ist. In mir ist wieder der kleine Trekkie erwacht, der sich auch die bald folgenden remasterten Staffeln von "Raumschiff Enterprise" zulegen wird. Beam mich in den Elektrohandel, Scottie!